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Pressemitteilung (14.11.2000) |
[Letzte Aktualisierung: 23.04.2002 ] |
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. fordert in einem Offenen Brief die Mitglieder des Bundesrates zur Annahme des Gesetzentwurfs für Lebenspartnerschaften auf. Die Beendigung bestehender Benachteiligungen für homosexuelle Paare liegt jetzt in der Hand des Bundesrates.
Auf ihrer Mitgliedertagung vom 3. bis 5. November in Kloster Hoechst/ Odenwald hat die HuK eine Offenen Brief an die Mitglieder des Bundesrates formuliert. Hierin fordert sie alle Mitglieder des Bundesrates auf, dem Gesetzesvorhaben zuzustimmen, um dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes folgend gleiche Rechte und Pflichten auch für Schwule und Lesben zu verwirklichen.
Die Verabschiedung des Gesetzes ist keine Glaubensfrage, sondern eine politische Entscheidung für oder gegen eine wirkliche Gleichbehandlung. erläutert Eric Leis vom Bundesvorstand der HuK die Initiative. Gleichzeitig weist er die Kritik insbesondere der katholischen Kirche am Gesetzgebungsverfahren zurück als nicht theologisch begründbar zurück. Das Katholische Lehramt vertrete eine Moral, die nicht im christlichen Zeugnis sondern in der Furcht vor Machtverlust wurzele. Dadurch verliere sie aber gleichzeitig immer mehr Rückhalt in den Gemeinden.
Vollständiger Brieftext:
Sehr geehrte Damen und Herren Ministerpräsidenten,
wir lesbische Christinnen und schwule Christen in der HuK grüssen Sie herzlich von unserer Herbsttagung im Odenwald. Natürlich ist eines unserer wichtigsten Themen die Diskussion über die Eingetragene Partnerschaft. In Kürze wird sich der Bundesrat mit dem zustimmungspflichtigen Teil dieses Gesetzes zu beschäftigen haben.
Wir fordern Sie auf, dem Gesetzesvorhaben zuzustimmen.
Gerade die Vertreter christdemokratisch regierter Bundesländer unter Ihnen bitten wir, sich konstruktiv an der Debatte zu beteiligen. Schließlich ist die Gleichheit vor dem Gesetz eine der Wertentscheidungen unseres Grundgesetzes.
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Thomas Wunsch, Pressesprecher der HuK
Ernst-König-Str. 61, 59755 Arnsberg
Tel. (02932) 701337
Email:
presse@huk.org