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Pressemitteilung (15.06.2001) |
[Letzte Aktualisierung: 23.04.2002 ] |
Weiten Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch über Sexualität und Moral bot ein ganztätiges Gesprächsforum im Zentrum der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. .
Frau Prof. Ulrike Schmauch, Sexualforscherin, und Axel Schmidt, Geschäftsführer der Pro Fun Media GmbH, führten mit Erfahrungen aus ihrem beruflichen Alltag in das Thema ein, um einen gemeinsamen Ausgangspunkt für die Formulierung einer positiv besetzten Moral zu erarbeiten.
Insbesondere die Beiträge des sehr engagierten Publikums zeichneten ein Bild einer einengenden Moral, die vielfach zu Konflikten führt.
Frau Schmauch dokumentierte in ihrem einleitenden Statement die aktuellen unterschiedlichen Standpunkte, von denen aus eine Sexualmoral formuliert wird.
Herr Schmidt beschrieb als Inhaber eines Versandhandels u.a. für Sex-Artikel seine persönlichen Grenzen, die sich auch in seinem Angebot niederschlagen.
Unter der Gesprächsleitung von Martin Erhard, Pro Familia Bensheim, versuchten etwa einhundert Teilnehmende in Kleingruppen, Ansätze für eine Sexualmoral zu formulieren, die nicht als Last sondern als Hilfe erlebt wird. Immer wieder führten diese Überlegungen jedoch zu neuen Verboten. Der Wunsch, eine nicht bewertende Moral zu beschreiben, konnte nicht erfüllt werden.
Die regen Gespräche mit zahlreichen persönlichen Bekenntnissen zeigten erneut, dass die Gesprächsatmosphäre im HuK-Zentrum als befreiend und als moralischer Freiraum empfunden wird, ohne ein Raum frei von Moral zu sein. Die Verbindung zwischen individuellen Biografien und gesellschaftlicher Sexualmoral wurde gesucht und gefunden. Die ernsthafte Suche nach einer Richtschnur in Fragen zur Sexualität belegte den großen Gesprächsbedarf.
Diese Veranstaltung wurde als Anstoß für weitere Beratungsgespräche bewertet.
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Thomas Wunsch, Pressesprecher der HuK
Ernst-König-Str. 61, 59755 Arnsberg
Tel. (02932) 701337
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