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Zu den Tumulten und Gewalttätigkeiten bei Riga Pride 2006 |
[Letzte Aktualisierung: 26.07.2006] |
LSVD und HuK verurteilen scharf das Verbot der geplanten "Riga Pride Parade" (CSD-Demonstration) durch die Stadtverwaltung in Riga/Lettland, die vom Gericht bestätigt wurde. Zusammen mit anderen Vertretern politischer und kirchlicher Lesben- und Schwulengruppen aus ganz Europa war auch der Pressesprecher der HuK in Riga anwesend und konnte beobachten, wie das Verbot die Gegendemonstranten in ihrer hass-erfüllten Haltung nur bestätigte.
"Sicherheitsbedenken", weil das Thema so umstritten sei und weil Gegendemonstrationen angekündigt worden waren, wurden als Grund für das Verbot angegeben. Der LSVD weist darauf hin, dass der Ablauf der Ereignisse in Riga zeigt, dass ein "vorsorgliches" Nicht-Gewähren der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit für Schwule und Lesben gerade zu mehr Gewalt auf den Straßen beiträgt: Die hasserfüllten Gegendemonstranten fühlten sich durch das Urteil bestätigt und wurden gewalttätig, wenn die Polizei gerade nicht anwesend war (Werfen von Eiern und Mist auf Besucher des Gottesdienstes zum CSD).
Die HuK fordert die christlichen Kirchen in Lettland und anderswo auf, dem Beispiel der gastgebenden Gemeinde zum CSD-Gottesdienst zu folgen, die zu ihrer Haltung steht, und eine offene Auseinandersetzung mit dem Thema "Homosexualität" zu führen. Bürgerrechte im staatlichen Bereich und Christenrechte in den Kirchen gelten für alle.
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Reinhold Weicker, HuK-Pressesprecher
Tel. 05251 / 66018
Email
presse@huk.org
Renate H. Rampf, Pressesprecherin des LSVD
Tel. 030 / 78954778
Email
presse@lsvd.de
Weitere Webseiten zum Thema:
HuK-Webseite mit Augenzeugen-Bericht von Arthur Thiry (Schweden),
Co-Präsident des Europäischen Forums
christlicher Schwulen- und Lesbengruppen (deutsche Übersetzung)
Das
englischsprachige Original
ist ebenfalls verfügbar.
HuK-Foto-Webseite zum Riga Pride Wochenende
Webseite der Veranstalter in Riga (lettisch und englisch)