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Pressemitteilung (13.01.1999) |
[Letzte Aktualisierung: 23.04.2002 ] |
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. nimmt mit Bedauern die Entscheidung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland zur Kenntnis, daß die Entscheidung über die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ein weiteres Jahr vertagt wird.
Gleichzeitig wird in den konkreten Prüfaufträgen an die Kirchenleitung ein Zeichen der Hoffnung gesehen. So bedeutet die Vertagung nun kein "Nein" zur Segnung.
Die Ernsthaftigkeit der Landessynode, im nächsten Jahr endgültig zu entscheiden, wird deutlich.
Erfreulich sind die Änderungen im Text der Beschlußvorlage, in den auch Stimmen aufgenommen wurden, die die Notwendigkeit der Zulassung der Segnung betonen.
Nachdem die Beschlußvorlage zunächst eine Vertagung auf unbestimmte Zeit vorsah, wird nun deutlich, daß der Drang zur Entscheidung auf allen Seiten wächst. Mit der Formulierung der konkreten Prüfaufträge hat die Landessynode gezeigt, daß sie eine Verzögerung nicht dulden wird. Für die HuK bedeutet diese eine Jahr nochmals Unsicherheit und Bangen, aber ebenso wird die Ernsthaftigkeit der Synode als Zeichen der Hoffnung gesehen.
Der Umfang der zu beachtenden Punkte - theologische und liturgische Möglichkeiten und Formen einer gottesdientlichen Begleitung von lesbischen oder schwulen Paaren, die Freistellung der Entscheidung in die Verantwortung der Gemeinden, die Frage der Sicht anderer Kirchen dieses Themas und die Berücksichtigung der staatlichen Regelungen - ist ein konkreter Arbeitsauftrag, der eine zögerliche Haltung der Kirchenleitung nicht zuläßt. Diesen Prozeß wird die HuK kritisch beobachten, steht aber jederzeit auch zu Gesprächen und Hilfestellungen bereit.
Die Stimmung der Synode war für die Beobachter der HuK von einer Sympathie für das Anliegen, die Segnung für Schwule und Lesben zu ermöglichen, geprägt. Die teilweisen persönlichen Bekenntnisse einelner Synodalen und deren großes Engagement in der Sache erfüllen die HuK mit der Zuversicht einer kommenden Zulassung der Segnung.
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Thomas Wunsch, Pressesprecher der HuK
Ernst-König-Str. 61, 59755 Arnsberg
Tel. (02932) 701337
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